IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen)

Erweiterte urologische Vorsorge

Die gesetzliche Krebsvorsorgeuntersuchung für Männer ab dem  50. Lebensjahr bzw ab dem 45. bei familiärer Belastung, wie sie von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird, sieht lediglich folgende Untersuchungen vor:

  • körperliche Untersuchung
  • das Abtasten der Prostata
  • die Untersuchung des Stuhls auf Blutbeimengungen
  • die Messung des Blutdrucks

Nach Meinung der Urologen und ihres Berufsverbandes können diese Maßnahmen nicht ausreichend sein, um eine Krebserkrankung in der Urologie rechtzeitig zu erkennen.

Eine erhöhte Sicherheit bietet daher nur eine erweiterte Vorsorgeuntersuchung!

Unsere Praxis bietet jedem Mann eine seinem Alter entsprechende Vorsorgeuntersuchung und Beratung an.

Im Rahmen einer solchen erweiterten Krebsvorsorgeuntersuchung zur Erkennung von Prostata-, Blasen-, Hoden- oder Nierenkrebs können entsprechende Maßnahmen in unserer Praxis auf Ihren Wunsch hin, durchgeführt werden.

Bei Frauen sind die entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen durch den Gynäkologen schon bedeutend weiter verbreitet und üblich.

Eine urologische Früherkennungsuntersuchung der Nieren und der Blase ist bei Frauen zusätzlich sinnvoll insbesondere bei einer familiären Neigung oder einem bestimmten beruflichen Umfeld.

Der alternde Mann ("Aging Male")

Leistungsabfall, Schweißausbrüche, Knochenschmerzen, Potenzschwäche oder Depressionen sind nur einige Symptome, die beim Mann im Alter die Lebensqualität beeinträchtigen.

Viele dieser Symptome entstehen aus allmählichen hormonellen Veränderungen des männlichen Körpers und lassen sich nach eingehender Diagnose oft verbessern.

Wenn Sie möchten, können wir gemeinsam geeignete Maßnahmen überlegen, mit denen Sie auch im Alter eine hohe Lebensqualität erreichen können.

Der wiederkehrende Harnwegsinfekt der Frau

Viele Frauen leiden unter häufigen Harnwegsinfekten. Sehr oft sind dabei trotz ausführlicher Suche keine anatomisch fassbaren Ursachen zu finden. Neben einer ausführlichen Beratung ist es dann häufig sinnvoll, die körperliche Abwehr gegen eindringende Mikroorganismen zu stärken. Diese „Impfung“ gegen häufig auftretende Keime stellt eine attraktive Alternative zu einer langmonatigen Antibiotikaeinnahme dar.

Prozeß der Bakterienanheftung an die Schleimhaut der Harnblase

Behandlung der Induratio penis plastica mit EMDA

Die Induratio penis plastica (IPP) ist ein Leiden, das entlang des Penis als eine Verhärtung im Bindegewebe auftritt. Diese Verhärtungen (als „Plaques“ bezeichnet) befinden sich direkt unter der Haut. Die Schwere der Erkrankung verläuft in Stadien, die zunächst als „fibrotisch“ und fortgeschritten als „kalzifiziert“ eingestuft werden. Sie kann Verkrümmungen des Penis verursachen und führt zu wechselnd starken Schmerzen bei der Erektion und beim Geschlechtsverkehr.

EMDA (Electromotive Drug Administration) ist eine Methode, mit der eine tiefe Durchdringung von Arzneimitteln durch das Körpergewebe ermöglicht wird. Damit können die Verhärtungen im Penis erreicht und behandelt werden.

Das Funktionsprinzip ist einfach:

Mit Hilfe eines elektrischen Felds erfolgt, völlig schmerzfrei, eine gezielte Abgabe der medikamentösen Wirkstoffe über eine kleine Außenelektrode in das tiefere Gewebe des Penis, so daß die Wirkstoffe direkt in die Plaques gelangen (Iontophorese).

Bild mit freundl. Genehmigung von UROMED.

Im Frühstadium der IPP, wenn sich die Plaques noch in der entzündlichen (schmerzhaften) Phase befinden (hier rot dargestellt), werden durch die Behandlung mit EMDA (in der Regel 10 Sitzungen à 20 Minuten) gute Ergebnisse erzielt.

Tumormarker UBC im Urin

Jährlich erkranken in der Bundesrepublik Deutschland schätzungsweise 18.000 Männer und 7.000 Frauen. Blasenkrebs ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 40. Lebensjahr mit zunehmendem Alter.

Risikofaktoren sind u. a. bestimmte Chemikalien sowie das Rauchen. Zur Früherkennung eines oberflächlich wachsenden Tumors (G1-gut differenzierte Tumorzellen) ist die Treffsicherheit der Urinzytologie nicht besonders hoch. Sie liegt bei ca. 30 bis 40 Prozent. Zur Unterstützung und Komplementierung der Zystoskopie eignet sich der UBC rapid Test. Die Bestimmung wird im Urin durchgeführt. Dieser einfach durchführbare Test hat eine Sensitivität von ca 54 % bei einer Spezifität von über 80 Prozent und erlaubt somit eine bessere Früherkennung und Verlaufskontrolle. Eine qualifizierte Früherkennungsuntersuchung hilft Ihnen, größtmögliche Sicherheit zu schaffen.

PCA3 – ein neuartiger Urintest zur Diagnose von Prostatakrebs

Dieser Urin-Spezialtest stellt einen neuartige molekulargenetische, in wissenschaftlichen Studien erfolgreich getestete Untersuchung zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms dar. Er ist ein aufwendiges Verfahren, mit dem eine Nukleinsäure im so genannten Urin nach Prostatamassage gemessen werden kann, die hochspezifisch für Prostatagewebe ist und die in Tumorzellen um ein vielfaches höhere Werte annimmt. Zur Durchführung wird im Rahmen der rektalen Tastuntersuchung die Prostata nach einem speziellen Schema leicht massiert, und Prostatazellen werden durch das Prostatagangsystem in den Harntrakt freigesetzt. Der unmittelbar danach gewonnene Urin wird zur Testdurchführung verwendet und an die das Labor Limbach versendet.

Je nach Menge der gefundenen PCA3-Nukleinsäuren wird ein „Score“ gebildet, der eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit ermöglicht, an einem behandlungsbedürftigen Prostatakrebs erkrankt zu sein. Die Chancen für eine mögliche Heilung des Prostatakrebses steigen, je frühzeitiger gesichert werden kann, dass tatsächlich ein Tumor vorliegt. Bisherige Studien konnten zeigen, daß der gemessene Score mit der erhöhten Wahrscheinlichkeit für das Finden eines Tumors in einer wiederholten Biopsie bei zuvor negativem Ergebnis verbunden war. Der PCA-3-Test kann daher nach einmalig negativer Biopsie zusätzliche Informationen geben, ob eine weitere Biopsieserie notwendig ist oder nicht. In diesen Fällen ist der Test eine wichtige Entscheidungshilfe.

Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir Ihnen diese nach unserer Meinung und dem heutigen wissenschaftlichen Stand entsprechenden Untersuchungen nur gegen Privatliquidation anbieten können. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ),die beschriebenen Leistungen können von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet werden, auch nicht teilweise.